Versicherung & Recht
Teilschuld: Was bedeutet eine Haftungsquote für mich?
Kurze Antwort
Bei Teilschuld teilt die Haftungsquote den Schaden: Tragen Sie 30 Prozent Mitschuld, erstattet die gegnerische Versicherung 70 Prozent aller Positionen – von der Reparatur bis zu den Gutachterkosten.
Ausführlich erklärt
Wenige Unfälle sind hundertprozentig eindeutig. Bei Vorfahrtsfragen, Spurwechseln oder Parkplatzsituationen landen beide Beteiligte oft bei einer Quote. Die Haftungsquote bestimmt, welchen Anteil Ihres Schadens die gegnerische Versicherung zahlt – und welchen Anteil Sie selbst tragen bzw. Ihre Vollkasko übernimmt.
Ein Beispiel: Ihr Gesamtschaden beträgt 6.000 Euro, die Quote liegt bei 70 zu 30. Sie erhalten von der gegnerischen Versicherung 4.200 Euro – einschließlich 70 Prozent der Gutachterkosten, der Wertminderung und des Nutzungsausfalls. Ihre restlichen 30 Prozent reguliert bei Vollkasko Ihre eigene Versicherung.
Wichtig: Die Quote ist kein Naturgesetz, sondern Verhandlungsmasse. Mit einem Gutachten, das Schadensbild und Anprallkonstellation präzise dokumentiert, lässt sich eine ungerechtfertigte Teilschuld sachlich angreifen. Akzeptieren Sie keine 50/50-Regelung am Telefon, bevor die Fakten dokumentiert sind.
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Kostenlos bei unverschuldetem Unfall – die gegnerische Versicherung zahlt das Gutachten.
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