Die Lackschichtdickenmessung macht sichtbar, was das Auge nicht sieht: Nachlackierungen, Spachtelarbeiten und Instandsetzungen, die unter frischem Glanz verborgen liegen. Für Käufer ist sie der Schutz vor dem Unfallwagen – für Geschädigte der Beweis, dass ein Schaden neu ist und nicht „schon immer“ da war.
Wir messen elektronisch und zerstörungsfrei an allen Bauteilen – und dokumentieren die Werte so, dass sie vor Versicherung und Gericht Bestand haben.

Erstellt und geprüft von
Sezgin CömlekTÜV-zertifizierter Kfz-Sachverständiger · Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2026
Was die Messung aufdeckt
Werkslacke liegen je nach Hersteller und Modell in einem engen Toleranzband – typischerweise zwischen etwa 80 und 140 Mikrometern. Deutlich erhöhte Werte verraten Zwischen- und Decklacke nachträglicher Reparaturen, sehr hohe Werte Spachtelmasse. Auffällig niedrige oder ungleichmäßige Werte deuten auf abgeschliffene Bauteile hin.
Gemessen wird jedes Außenteil einzeln: Kotflügel, Türen, Hauben, Dach, Schweller und Stoßfänger. So entsteht eine Landkarte des Lacks, aus der sich der Reparaturweg des Fahrzeugs ablesen lässt.
- Nachlackierungen und Lackaufbauten erkennen
- Spachtelarbeiten an Unfallstellen nachweisen
- Ausgetauschte Bauteile identifizieren
- Neuschäden sauber von Altschäden abgrenzen
Beim Gebrauchtwagenkauf: der wichtigste Check
Der Klassiker beim Kauf: Das Auto glänzt, der Verkäufer beteuert „unfallfrei“ – und die Messung zeigt Spachtelwerte an drei Bauteilen. Mit unserer dokumentierten Messung haben Sie die Verhandlungsgrundlage oder die Sicherheit, das Fahrzeug stehen zu lassen. Wir kombinieren die Messung mit der Prüfung der Spaltmaße: Zusammen entlarven sie auch professionell kaschierte Instandsetzungen.
Schaden melden – wir kümmern uns
Kurz eintragen, wir rufen zurück. Kostenlos bei unverschuldetem Unfall.
Nach dem Unfall: Beweissicherung für Ihre Ansprüche
Versicherer kürzen gerne mit dem Argument, der Schaden sei „teils alt“. Die Lackschichtdickenmessung grenzt den frischen Unfallschaden von älteren Reparaturen sauber ab – und dokumentiert den Zustand der übrigen Bauteile. So kann später niemand behaupten, der halbe Wagen sei schon vorher beschädigt gewesen.
Deshalb gehört die Messung bei uns zur Standardausstattung jeder Besichtigung: Sie ist im Gutachten enthalten und stärkt jede Regulierung.
Grenzen der Messung – ehrlich benannt
Die Messung funktioniert auf metallischen Bauteilen (Stahl und Aluminium); Kunststoffteile wie Stoßfänger entziehen sich der magnetischen Messung. Dort helfen Spaltmaße, Befestigungsspuren und Materialprüfung weiter. Auch hohe Werte beweisen für sich noch keinen Unfallschaden – erst die Gesamtbetrachtung aus Messwerten, Spaltmaßen und Reparaturspuren ergibt das fachlich belastbare Bild.
Ablauf und Kosten
Die Messung ist Teil jedes Gutachtens und jeder Kaufprüfung bei uns. Als Einzelleistung – etwa beim Autokauf am Wochenende – bieten wir sie als kompakten Check an: Messung aller Bauteile, Spaltmaße, Kurzprotokoll. Preis auf Anfrage, Dauer etwa 20 bis 30 Minuten am Fahrzeugstandort.
So funktioniert die Messung technisch
Das Messgerät nutzt das magnetische Induktions- beziehungsweise Wirbelstromprinzip: Es misst den Abstand zwischen Sensor und Metallträger durch die Lackschicht hindurch – auf Stahl und Aluminium, berührungslos und zerstörungsfrei. Jedes Bauteil wird an mehreren Punkten gemessen; die Werte fließen als Messprotokoll ins Gutachten.
Typische Messwerte und ihre Bedeutung
Werkslack liegt je nach Hersteller meist zwischen etwa 80 und 140 Mikrometern. Werte zwischen 150 und 250 deuten auf eine Zweitlackierung hin, darüber auf mehrfache Nachlackierung oder Spachtelung. Aber Vorsicht bei der Interpretation: Auch werksseitige Sonderschichten und Kunststoff-Additive verändern Werte. Deshalb bewerten wir immer das Gesamtbild – Messwerte, Spaltmaße, Befestigungsspuren und Lackoberfläche.
Unser Einsatzgebiet
Wir kommen zu Ihnen – in Köln, Krefeld, Moers und dem gesamten Umland. Die Anfahrt zu uns ist nie nötig.

